100 Jahre Jugendherberge: 8000 Menschen feierten auf der Burg Altena
Die Sonne hatte am Wochenende (22./23. August) gut lachen: Rund 8000 Menschen strömten auf die Burg Altena, um 100 Jahre Jugendherbergswesen zu feiern. Von hier aus ging die Idee Richard Schirrmanns, ein Netz von Übernachtungsmöglichkeiten für junge Wanderer zu schaffen, um die ganze Welt. Das Deutsche Jugendherbergswerk, der Landesverband Westfalen Lippe, der Märkische Kreis und das WDR-Studio Siegen hatten ein buntes Programm für die ganze Familie zusammengestellt.
Los ging es am Samstag mit der offiziellen Eröffnung der Sonderausstellung "Über Stock und Stein - 100 Jahre Jugendherbergen" und der Einweihung des interaktiven Medientisches. Er bietet einen Überblick über die Geschichte und die weltweite Verbreitung der Jugendherbergen und wurde vom DJH zur Verfügung gestellt. Für Landrat Aloys Steppuhn, der als Hausherr die Begrüßung übernahm, bedeutet er eine wesentliche Bereicherung der Dauerausstellung. Gute Nachrichten überbrachte die Staatssekretärin des Ministeriums für Generation, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen Marion Gierden-Jülich: "Das Land NRW stellt Gelder für die Investitionstätigkeiten der Jugendherbergen bereit. Des weiteren werden die Zuschüsse für Klassenfahrten erhöht".
Dass in den Jugendherbergen in den letzten Jahren nicht nur der Kaffee Einzug gehalten sondern sich auch sonst viel getan hat, machte Angela Braasch-Eggert, Vorsitzende des DJH-Hauptverbandes deutlich. Von der Philosophie, günstige Übernachtungsmöglichkeiten zu bieten, sei der Verband jedoch bei aller Modernität nicht abgewichen. Mit über zwei Millionen Mitgliedern ist der DJH einer der größten Vereine Deutschlands. Allein in NRW gibt es 75 Jugendherbergen. Sie zählen jährlich derzeit über 1,7 Mio Übernachtungen.
Am Nachmittag kam dann die Jugend mit Luxuslärm auf ihre Kosten. Abends gab es Disko. Die Attraktion beim Familientag am Sonntag war ohne Zweifel die Maus, dicht gefolgt von Käpt'n Blaubär und Hein Blöd. Auch die Stars der "Verbotenen Liebe" und der "Lindenstraße" schrieben sich mit ihren Autogrammkarten die Finger wund. Country-Sänger Tom Astor brachte einen großen Fan-Club mit. Bodo Schulte-Vierkötter amüsierte die Elterngeneration.
Bei den museumspädagogischen Angeboten drohte gegen Abend sogar das Material auszugehen, so gut wurde es von den Kindern angenommen. Neben Lederbeuteln konnten Specksteinanhänger, Drahtfiguren und Filzkugeln hergestellt werden. Auf dem unteren Burghof durften die Kinder unter Anleitung kleine Messer schmieden. Auch die Stadt beteiligte sich an der Jubiläumsfeier. "Eine rundum gelungene Feier", waren sich Joachim Barbonus, Vorsitzender des DJH-Landesverbandes Westfalen-Lippe, und Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper einig.


