Schadstoffhaltige Abfälle richtig entsorgen

Infobroschüre überarbeitet

Stellten das neue Abfall-ABC vor: Viola Link, Horst Peter Hohage und Martin Cegielski. Foto: Guido Bartsch/Märkischer Kreis
Stellten das neue Abfall-ABC vor: Viola Link, Horst Peter Hohage und Martin Cegielski. Foto: Guido Bartsch/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 06.04.2017
In Zusammenarbeit mit der Umweltberatung der Verbraucherzentrale NRW hat der Märkische Kreis das „Abfall-ABC für schadstoffhaltige Abfälle“ überarbeitet und auf dem Recyclinghof des Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetriebes Lüdenscheid (STL) vorgestellt. In leicht verständlicher Weise informiert die Broschüre, welche Problemstoffe bei der Schadstoffsammlung abgegeben werden können, wie diese zu handhaben sind, was die Gefahrensymbole bedeuten und wer Rat und Hilfe weiß. Darüber hinaus finden sich Hinweise zu umweltfreundlicheren Produktalternativen und zu sogenannten Rücknahmeabfällen, für die bereits gesonderte Entsorgungssysteme existieren.

„In vielen Haushaltsprodukten schlummern gefährliche Schadstoffe. Die Mengen sind verhältnismäßig klein, doch ihre schädliche Wirkung auf die Umwelt ist groß. Mit dem neu aufgelegten Abfall-ABC möchten wir die Bürger sensibilisieren, dass solche Erzeugnisse separat über Schadstoffsammlung entsorgt oder an den Handel zurückgegeben werden“, erklärt Horst Peter Hohage, Fachdienstleiter Umweltschutz und Planung beim Märkischen Kreis.

So wirft beispielsweise die richtige Entsorgung von Farben und Lacken immer wieder Fragen auf. Dispersionsfarben gehören nicht in die Schadstoffsammlung. Diese Farbe kann nach dem Eintrocknen über den Restmüll entsorgt werden. Dagegen gelten Lacke, auch wenn sie mit dem Umweltengel gekennzeichnet sind, als Sondermüll. Ebenso gehört der alte Kanister mit Motoröl, der beim Frühjahrsputz in der Garage zum Vorschein kommt, nicht in die Restmülltonne. Jeder, der so einen Ölkanister in der Hand hat sollte wissen, dass der Inhalt extrem umweltschädlich ist. Schon ein Tropfen Öl kann 1.000 Liter Trinkwasser verunreinigen. Umso wichtiger ist die richtige Entsorgung.

„Viele Käufer wissen nicht, dass sie beim Motorölkauf bereits die Entsorgungskosten mitbezahlen. Da liegt es auf der Hand, Altöl auch wieder zum Händler zu bringen“, so Viola Link, Umweltberaterin der Verbraucherzentrale NRW. Weil die Rückgabe nicht an einen Neukauf gebunden ist, kann diese auch später erfolgen. Es kann vorkommen, dass ein Händler die Annahme verweigert, wenn der Kaufbeleg fehlt. „Mit der Quittung in der Tasche ist man bei der Altölrückgabe auf der sicheren Seite. Deshalb sollte sofort nach dem Einkauf die Quittung an den Ölkanister geklebt werden“, rät Umweltberaterin Link.

Übrigens hält der Handel für eine Reihe weiterer Produkte Rücknahmesystem vor. Diese sollten von den Bürgern konsequent genutzt werden. Verbraucher bezahlen sonst die Entsorgung doppelt, einmal über den Kaufpreis und einmal über die kommunalen Entsorgungsgebühren. Für welche ausgedienten Erzeugnisse der Handel Abgabestellen bereithält, wird im neuen Abfall-ABC beschrieben.

Produkte mit schädlichen Inhaltsstoffen können Verbraucher oft an besonderen Warnhinweisen auf der Verpackung erkennen. Ein eigenes Kapitel informiert über die Kennzeichnung von Giftstoffe. Das Abfall-ABC stellt die wichtigsten sechs Gefahrstoffsymbole vor. Den inhaltlichen Kern der Broschüre bildet die Liste mit gefährlichen Stoffen und deren Entsorgungsmöglichkeit im Märkischen Kreis. Alphabetisch geordnet erhält der Leser einen Überblich, welcher Abfall wo abgegeben werden kann. Zudem gibt es Tipps für umweltfreundliche Produktalternativen.

Die kostenlose Abfallfibel liegt in den Bürgerbüros des Märkischen Kreises sowie in den Geschäftsstellen der Verbraucherzentrale NRW in Lüdenscheid und Iserlohn zum Mitnehmen bereit. Darüber hinaus kann das „Abfall-ABC für schadstoffhaltige Abfälle“ als von der Homepage der Kreisverwaltung heruntergeladen werden. Die Adresse lautet www.maerkischer-kreis.de. Weitere Informationen gibt Guido Bartsch vom Fachdienst Umweltschutz und Planung des Kreises unter Telefon 02351/966-6371.

Zuletzt aktualisiert am: 06.04.2017