Besucherrekord beim Autofreien Volmetal

22.000 auf der gesperrten Bundesstraße unterwegs

Ganze Familien machten sich per Pedes auf den Weg über die gesperrte B54. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Ganze Familien machten sich per Pedes auf den Weg über die gesperrte B54. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 10.07.2017
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Die Veranstalter und Standbetreiber bekamen das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Die vierte Auflage des Autofreien Volmetals war eine rundherum gelungene Veranstaltung. Gut 22.000 Radler, Skater, Walker, Spaziergänger und Wanderer wurden in der Zeit zwischen 11 und 18 Uhr auf der für den motorisierten Verkehr gesperrten B54 gezählt. Das waren 7.000 mehr als noch vor zwei Jahren. Ein Grund für den Besucherboom neben den Angeboten und Aktionen an 120 Ständen entlang der Strecke sowie an den beiden Einstiegspunkten in Meinerzhagen und Schalksmühle war sicher das prächtige Sommerwetter. Endlich einmal war die Veranstaltung auch vom Wettergott verwöhnt.


Weitestgehend entspannt erlebten die rund 180 Sicherheitskräfte sowie die Mitglieder der eigens eingerichteten Einsatzstäbe im Meinerzhagener Rathaus und im Lüdenscheider Kreishaus die Großveranstaltung. 30 Einsätze waren den Tag über gemeldet worden. Zumeist handelte es sich um Kreislaufprobleme bei Personen, die sich offensichtlich zu viel zugemutet hatten. Leider gab es auch einige Stürze, die glücklicherweise alle glimpflich verliefen. Eine werdende Mutter aus dem Schalksmühler Ortsteil Strücken, bei der pünktlich zum Veranstaltungsbeginn um 11:00 Uhr die Wehen eingesetzt hatten, wurde in ein Hagener Krankenhaus gefahren. Die Polizei beschäftigte sich kurzzeitig mit der Suche nach zwei vermissten Kindern, die wenig später wohlbehalten wieder auftauchten. Bewährt haben sich auch die Straßensperren mit MVG-Bussen. Nach den Vorkommnissen in Berlin und Nizza wurden die Sicherheitsvorkehrungen noch einmal erhöht. „Für eine solche Großveranstaltung mit so vielen Teilnehmern war das Einsatzaufkommen sehr gering“, bilanzierte der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Kling, Leiter des Einsatzstabes  im Meinerzhagener Rathaus.


Nicht fehlen durfte das RAAM-Team (Race Across America). Die vier Radsportler wollen im Jahr 2019 die USA von der West- zur Ostküste auf ihren Rennrädern durchqueren – fast 5.000 Kilometer. Das Autofreie Volmetal nutzten sie zum einen um für ihre Sache zu werben, zum anderen um Halvers Bürgermeister Michael Brosch mit einer Rikscha über die 21 Kilometer lange Strecke zu chauffieren. Zufrieden zeigte sich auch die Klimaschutzbeauftragte des Kreises, Petra Schaller. Beim Verkauf von Thermobechern, die die Märkischen Kliniken zur Verfügung stellten, kam ein Erlös von 211,00 Euro für das Hospiz Mutter Teresa in Iserlohn-Letmathe zusammen.


Meinerzhagens Bürgermeister Jan Nesselrath fasste es am Nachmittag im Rathaus so zusammen: „Eine tolle Veranstaltung und eine ausgezeichnete Organisation. Meinen Dank dafür.“ In die Freude über das gelungene Fest mischte sich bei den Verantwortlichen auch etwas Wehmut darüber, dass es das letzte Autofreie Volmetal gewesen sein könnte. Denn bei einer Neuauflage in zwei Jahren müssten zusätzlich zum bereits großen Sicherheitsaufkommen 26 Bahnübergänge gesichert werden. Das könnte den personellen und finanziellen Rahmen der Veranstaltung sprengen.

Am Stand des Märkischen Kreises konnte Gundo Nix vielen Interessierten weiterhelfen. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Am Stand des Märkischen Kreises konnte Gundo Nix vielen Interessierten weiterhelfen. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Die Polit-Prominenz informierte sich beim RAAM-Ream über deren Projekt. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Die Polit-Prominenz informierte sich beim RAAM-Ream über deren Projekt. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Zuletzt aktualisiert am: 10.07.2017