Staupe wieder auf dem Vormarsch

Hundebesitzer sollten Tiere impfen lassen

Diese beiden sind gegen Staupe geimpft und daher geschützt gegen die wieder vermehrt festgestellte Viruserkrankung. Foto: Dieter Sinn/Märkischer Kreis
Diese beiden sind gegen Staupe geimpft und daher geschützt gegen die wieder vermehrt festgestellte Viruserkrankung. Foto: Dieter Sinn/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 07.12.2017
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Bei erlegten oder tot aufgefundenen Füchsen ist im Lauf dieses Jahres im Märkischen Kreis wiederholt Staupe nachgewiesen worden. Das teilt der Fachdienst Verbraucherschutz und Veterinärwesen mit. Kreisveterinär Dr. Dieter Sinn: „Die Viruserkrankung galt vor der Einführung der Impfung, etwa im Jahr 1960, als eine der häufigsten tödlichen Erkrankung bei Hunden. Durch die Impfung der in Deutschland heimischen Tiere wurde die Krankheit zurückgedrängt und geriet weitgehend in Vergessenheit.“

In den letzten Jahren berichten Tierärzte wieder über vermehrte Staupefälle in Deutschland. Als Ursache wird eine Impfmüdigkeit der Hundebesitzer oder die generelle Ablehnung von Impfungen angesehen. Auch ein Zusammenhang mit dem vermehrten Import von Hunden aus Ländern mit geringer Impfrate wird vermutet.

Die Staupe ist eine hoch ansteckende Infektionskrankheit für Hunde und andere heimische Fleischfresser wie Fuchs, Wolf, Dachs, Frettchen, Nerz, Wiesel, Waschbär und Seehund. Dr. Dieter Sinn: „In Erinnerung ist vielleicht noch die große Staupeepidemie unter Seehunden 1988, bei der bis zu 20.000 Tiere verendet sind.“

Die Krankheitserscheinungen sind sehr vielfältig. Je nach befallenem Organsystem können Durchfall und Erbrechen oder Atemwegssymptome auftreten. Im weiteren Verlauf kann es zu einer Schädigung des Gehirns mit zentralnervösen Erscheinungen kommen. In den meisten Fällen endet eine Erkrankung tödlich. Der Kreisveterinär rät Hundebesitzern dringend, den Impfschutz ihrer Tiere zu überprüfen und gegebenenfalls aufzufrischen.

Zuletzt aktualisiert am: 07.12.2017