Die Jugendbildungsstätte des Märkischen Kreises wird gut angenommen

Die Jugendbildungsstätte des Märkischen Kreises in Lüdenscheid ist für mehrtägige Gruppentreffen beliebt, Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis
Die Jugendbildungsstätte des Märkischen Kreises in Lüdenscheid ist für mehrtägige Gruppentreffen beliebt, Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 13.03.2018
|

Als Bildungseinrichtung und Gästehaus mit 33 Betten war die Jugendbildungsstätte 2017 an 265 Tagen mit unterschiedlichen Gruppen belegt. Insgesamt konnte das JuBis-Team 2597 Gäste begrüßen. An 105 Tagen haben 26 Gruppen mit knapp 700 Personen das Gästehaus als Selbstversorger oder mit Vollverpflegung genutzt. „Wir haben viele Stammgäste, die jedes Jahr kommen und hier ihre Chor-, Vereins oder Gruppentreffen abhalten. Sie schätzen besonders, dass sie als Gruppe das ganze Haus für sich haben“, erzählt Martina Eisenblätter.  Es besteht eine Mindestbelegung von 22 Personen bei Selbstversorgern und 20 Personen bei Vollverpflegung. Die beliebtesten Monate sind Januar, März, Juni, September und November. Schnell weg sind auch die Termine zu  Pfingsten und zu Silvester. Aufgrund der guten Belegungszahlen und dem Reservierungsstopp für notwendige Renovierungsarbeiten, mussten im letzten Jahr 61 Gruppen abgesagt werden.


Gut angenommen werden auch die jeweils zweitägigen Schülerseminare des Kreisjugendamtes: Für die 3. Klassen bietet der Kinder- und Jugendschutzen das Seminar „Genauso“ zur Friedenserziehung an, an denen 2017 rund 600 Grundschüler an 46 Tagen teilgenommen haben. Für die weiterführenden Schulen im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes ist das Seminar „Unsere Klasse wird ein Team“ gedacht, das 2017 von 13 Schulklassen mit ca. 350 Schülern gebucht wurde. Zudem wurde die Jugendbildungsstätte  an 30 Tagen für Tagungen und Schulungen verschiedener Arbeitskreise, Fachdienste der Verwaltung oder externer Gruppen genutzt.


Sehr am Herzen liegen der Bildungsreferentin die 23 eigenen, meist mehrtägigen Bildungsplanseminare für verschiedene Zielgruppen, die an 58 Tagen und vorwiegend an Wochenenden stattfinden. Den Themenschwerpunkt „Ernährung, Bewegung, Stressregulation und Entspannung“ gibt die Zertifizierung der Jugendbildungsstätte als „Gut-Drauf“ Einrichtung vor. Das Qualitätssiegel der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist jeweils für drei Jahre gültig. Schon jetzt arbeitet das JuBis-Team an der nächsten Zertifizierung in 2020.


Ein wichtiger Baustein der Jugendarbeit ist die Qualifizierung ehrenamtlicher Jugendgruppenleiter. Die Gruppenleitungsseminare werden entweder an zwei Wochenenden oder kompakt in einem fünftägigen Seminar angeboten. Nach erfolgreicher Teilnahme kann die Jugendleitungs-Card (JULEICA) beantragt werden, sofern noch zusätzlich ein aktuelle „Erster-Hilfe-Kurs“ absolviert wurde. Sie ist drei Jahre gültig und kann durch Teilnahme an speziellen Fortbildung en verlängert werden.


Dauerbrenner für Kinder und Jugendliche sind die Selbstbehauptungstrainings für Jungen (ab 9 oder ab 13 Jahren), Mädchen (ab 9 oder ab 12 Jahren) und junge Frauen ab 16 Jahren, die regelmäßig ausgebucht sind. Großer Beliebtheit erfreut sich auch das erlebnisorientierte Angebot „Ranch-Reiten“ oder das Mädchenseminar „Girls on Stage“, bei dem am Ende der Ferienwoche die Aufführung eines selbst entwickelten und inszenierten Theater- oder Tanzstücks steht. Mit einem Graffiti-Workshop und dem Erlebnisseminar „Survival pur“ greift das Jugendamt aktuelle Trends  auf. Bei den Erwachsenen sind Fortbildungsveranstaltungen wie „Wenn Nervensägen an unseren Nerven sägen“ und „Schwierige Elterngespräche führen“ gefragt. Neu im Programm sind das Zweitagesseminar „Handpuppen ins Spiel bringen“ und das Tagesseminar „Tiergestützte Interventionen“. Am Ende jedes Aufenthalts werden die Gäste gebeten, einen Fragenbogen auszufüllen.  Die Auswertung gibt Bildungsreferentin Martina Eisenblätter weitere Hinweise zur Angebotsgestaltung. So wünschten sich Kinder und Jugendliche 2017 insbesondere Angebote zu Schauspielerei, Entspannung und Selbstbehauptung;  Erwachsenen waren zudem das Thema Mobbing wichtig.


Die Ausstattung des  Hauses und die Verpflegung bewerten Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene 2017 mit Schulnoten zwischen 1,2 und 1,4, die Seminare wurden mit 1,4 (Kinder/Jugendliche) und 1,6 (Erwachsene) benotet. Da wundert es nicht, dass der Jugendbildungsstätte schon im März Buchungen für 120 Veranstaltungen an 257 Tagen vorliegen. Auch 2019 ist die Jugendbildungsstätte an 158 Tagen bereits reserviert.


  


Die Jugendbildungsstätte


In der Jugendbildungsstätte können bis zu 33 Personen in elf unterschiedlich großen Schlafräumen nächtigen. Neben 2 Einzelzimmern mit Dusche und WC gibt es 9 weitere Schlafräume. Davon sind 7 Zimmer ebenfalls mit Dusche und WC ausgestattet, die weiteren Sanitäranlagen renoviert. Ein Einzelzimmer ist rollstuhlgerecht ausgestattet. Es steht eine mobile Treppenraupe mit passendem Rollstuhl zur Verfügung, um Treppenbarrieren zu überwinden.


Für Referenten und Gruppenleiter steht ein separater, gemütlicher Besprechungsraum mit Internetnutzung zur Verfügung und für den reibungslosen Ablauf von Seminaren und Workshops ist eine umfangreiche technische Ausstattung wie Internet, Beamer, Fernseher, Kopierer, Videorecorder, DVD-Spieler, Tageslichtschreiber, Leinwand etc. vorhanden.


Neben dem großen Seminar- und Speiseraum gibt es noch 2 weitere kleinere Gruppenräume (für 6 bzw. 8 Personen). Das High-Light ist der Snoezelen-Raum. Er ist wie eine sensorische Cafeteria; ausgestattet mit Wassersäulen, einer Spiegelkugel und einem Farbspielprojektor mit Effektscheiben. Decken und Wände sind in Weiß gehalten, der Raum ist mit weichen Matten ausgelegt. Ergänzend zu den visuellen Reizen erklingt sanfte Entspannungsmusik und eine Duftlampe verbreitet einen angenehmen Duft.


Für die Freizeitgestaltung im und ums Haus stehen Ihnen ein Spielplatz mit Sinnesparcour, Billard, Kicker, Weykick, Tischtennis, ein Riesen-4-Gewinnt-Spiel, Gesellschaftsspiele, Grillplatz und vieles mehr zur Verfügung.


Weitere Pluspunkte bringen die stadtnahe Lage und die gute Verkehrsanbindung mit sich. In naher Umgebung befinden sich die Phänomenta (Erlebnismuseum), das Freizeitbad Nattenberg, Kinos, das Kulturhaus, das Museum der Stadt Lüdenscheid und mehr. Viele Freizeitmöglichkeiten, wie der Bremecker Hammer, die Burg Altena, verschiedene Talsperren, die Atta- und Dechenhöhle sind gut zu erreichen.


Weitere Informationen unter http://www.maerkischer-kreis.de/jugend-bildung/jugendbildungsstaette-bildungsplan/index.php.

Zuletzt aktualisiert am: 13.03.2018