Brabeckschule: Stadt Menden bietet sich als Teilstandort an

Der Schul- und Sportausschuss des Märkischen Kreises tagt in der Brabeckschule Iserlohn,  Foto Märkischer Kreis.
Der Schul- und Sportausschuss des Märkischen Kreises tagt in der Brabeckschule Iserlohn, Foto Märkischer Kreis.

Pressemeldung vom 14.06.2018
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Nur einen Tag vor der Sitzung des Schul- und Sportausschusses in der Brabeckschule an der Mendener Straße in Iserlohn, erreichte die Kreisverwaltung ein Schreiben des Mendener Bürgermeisters. Darin heißt es, dass sich die Stadt Menden einen Teilstandort der Förderschule mit dem Schwerpunkt „Lernen“ in Menden vorstellen könne. Einen entsprechenden politischen Beschluss seitens des Rates in Menden gibt es dazu allerdings noch nicht. Laut eines Presseberichts handelt es sich dabei um das Gebäude der ehemaligen Hauptschule Am Bierberg in Menden-Lendringsen, das seit 2015 leer steht.


Nach Beschluss des Kreistags im April diesen Jahres führt der Märkische Kreis derzeit mit der Stadt Iserlohn und der Stadt Hemer die notwendigen Verhandlungen zur Übernahme der Schulträgerschaft der Brabeckschule zum 1. August 2019. Der Erhalt aller drei Standorte in Iserlohn, Letmathe und Hemer mit rund 250 Förderschülern ist aus Sicht der Veraltung wirtschaftlich nicht sinnvoll. Während die Schulgebäude in Iserlohn gut gepflegt wurden, gibt es bei der ehemaligen Pestalozzischule seit Jahren einen erheblichen Renovierungsstau. Für eine grundlegende Sanierung und einen erforderlichen Anbau nennt Fachbereichsleiterin Iris Beckmann-Klatt grob gerechnet eine Investitionssumme von rund vier Millionen Euro. Am 10. Juli soll der Schulausschuss der Stadt Hemer eine Entscheidung treffen, inwieweit die Stadt bereit ist, die Kosten zu tragen. Aktuell werden am Standort Hemer 94 Schülerinnen und Schüler beschult: 47 kommen aus Hemer, 36 aus Menden, sechs aus Balve, drei aus Iserlohn und zwei aus Hagen-Hohenlimburg.


„Nur wenn der Standort Hemer nicht mehr berücksichtigt wird, kommt der Standort Menden infrage“, sagte Peter Maywald, Vorsitzender des Kreisschulausschusses und des Mendener Schulausschusses. Ein politisches Mandat dafür könnte der Schulausschuss in Menden am 3. Juli geben. „Wir werden uns die ehemalige Hauptschule in Menden anschauen und prüfen, ob sie von der Größe, den räumlichen Anforderungen, der Lage sowie vom Sanierungs- und Investionsbedarf als möglicher Standort taugt“, erklärte Iris Beckmann-Klatt. Bis zur Kreistagssitzung im Oktober will die Verwaltung der Politik eine entscheidungsreife Vorlage mit den möglichen Varianten liefern.  


 

Zuletzt aktualisiert am: 14.06.2018