Leben und Arbeiten
Was sind das für Menschen, die an Lenne, Volme und Hönne leben
und arbeiten? "Noch heute können wir in diesem Lebensraum unsere
Märkische Wesensart nicht verleugnen. Unsere Sprache verrät uns,
gleich ob wir Hochdeutsch oder das breite, behäbige Platt sprechen",
berichtete schon der bekannte Pfarrer Möller (1750 - 1807) aus Elsey.
"Der Fleiß in unseren Tälern ernährt uns allein durch die
Arbeit unserer Hände. Unsere Fabrikanten dachten, erfanden und
vervollkommneten; unsere Arbeiter waren emsig, arbeiteten sorgfältig
und gut; unsere Kaufleute waren gewissenhaft, sparsam, heilig im Worthalten
und treu im Bedienen", fuhr er fort.
Diese treffende Beschreibung gilt bis in unsere Tage. Rechtschaffen, bieder, bisweilen etwas schwermütig - aber auf jeden Fall verbissen fleißig, hartnäckig, voller Selbstvertrauen sind weitere Attribute für die Menschen im Märkischen Kreis. Ein Menschenschlag halt, auf den man sich verlassen kann. Und wer es versteht, die angeborene Skepsis, Empfindlichkeit und manchmal auch die Rechthaberei zu tolerieren, hat einen zuverlässigen Partner oder Freund im Märker.
Tief ist das Bedürfnis nach Unabhängigkeit im Menschenschlag verwurzelt. Von Alters her musste sich der Märker seinen Lebensstandard hart erkämpfen. Sein technisches Verständnis, der Unternehmergeist und seine Weltoffenheit hat ihm dabei manchen Weg geebnet. Ernst Dossmann aus Iserlohn, Jahrzehnte lang Kreisheimatpfleger und Heimatgebietsleiter, beschrieb in mehreren Veröffentlichungen die Bewohner der Märkischen Region so: "Besinnung auf eigenes Können, Bereitschaft, mehr zu leisten als üblicherweise gefordert wird, Einsatz für alle, die guten Willens sind, besonders für diejenigen, deren physische und psychische Kräfte nicht mehr zur Sicherung ihres Wohlbefindens ausreichen, - das spricht von jeher für die Menschen märkisch-sauerländischer Prägung."
Die manchmal rechthaberisch wirkende Sturheit des Märkers, die ihm nicht selten die Bezeichnung "sauerländischer Dickkopf" einbringe, komme nicht von ungefähr, so Ernst Dossmann. Sie sei gewachsen durch die Härte des Lebens in dieser Landschaft. Schon die Vorfahren brauchten all ihre Kraft, um auf steinigen Äckern erfolgreich Getreide für das tägliche Brot anzubauen. "Hier taufte ihr Schweiß den kargen Boden, und der herbe aber würzige Atem der Berge in diesem sauren Land sorg noch heute dafür, dass der Kopf des Märkers klar und die Liebe zur Heimat wach bleibt", endet Dossmann.
Heute sind es vor allem die innovativen Unternehmen der heimischen Region, die sich den Fleiß, das technische Verständnis, die Zuverlässigkeit ihrer Arbeitnehmer zu Nutze machen. Die Entwicklung der Betriebe hin zu teilweise marktführenden Unternehmen wäre ohne diese Eigenschaften der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht möglich gewesen. Dass der unternehmerische Erfindungsreichtum einen ebenso hohen Stellenwert hat, ist unbestritten.
Diese treffende Beschreibung gilt bis in unsere Tage. Rechtschaffen, bieder, bisweilen etwas schwermütig - aber auf jeden Fall verbissen fleißig, hartnäckig, voller Selbstvertrauen sind weitere Attribute für die Menschen im Märkischen Kreis. Ein Menschenschlag halt, auf den man sich verlassen kann. Und wer es versteht, die angeborene Skepsis, Empfindlichkeit und manchmal auch die Rechthaberei zu tolerieren, hat einen zuverlässigen Partner oder Freund im Märker.
Tief ist das Bedürfnis nach Unabhängigkeit im Menschenschlag verwurzelt. Von Alters her musste sich der Märker seinen Lebensstandard hart erkämpfen. Sein technisches Verständnis, der Unternehmergeist und seine Weltoffenheit hat ihm dabei manchen Weg geebnet. Ernst Dossmann aus Iserlohn, Jahrzehnte lang Kreisheimatpfleger und Heimatgebietsleiter, beschrieb in mehreren Veröffentlichungen die Bewohner der Märkischen Region so: "Besinnung auf eigenes Können, Bereitschaft, mehr zu leisten als üblicherweise gefordert wird, Einsatz für alle, die guten Willens sind, besonders für diejenigen, deren physische und psychische Kräfte nicht mehr zur Sicherung ihres Wohlbefindens ausreichen, - das spricht von jeher für die Menschen märkisch-sauerländischer Prägung."
Die manchmal rechthaberisch wirkende Sturheit des Märkers, die ihm nicht selten die Bezeichnung "sauerländischer Dickkopf" einbringe, komme nicht von ungefähr, so Ernst Dossmann. Sie sei gewachsen durch die Härte des Lebens in dieser Landschaft. Schon die Vorfahren brauchten all ihre Kraft, um auf steinigen Äckern erfolgreich Getreide für das tägliche Brot anzubauen. "Hier taufte ihr Schweiß den kargen Boden, und der herbe aber würzige Atem der Berge in diesem sauren Land sorg noch heute dafür, dass der Kopf des Märkers klar und die Liebe zur Heimat wach bleibt", endet Dossmann.
Heute sind es vor allem die innovativen Unternehmen der heimischen Region, die sich den Fleiß, das technische Verständnis, die Zuverlässigkeit ihrer Arbeitnehmer zu Nutze machen. Die Entwicklung der Betriebe hin zu teilweise marktführenden Unternehmen wäre ohne diese Eigenschaften der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht möglich gewesen. Dass der unternehmerische Erfindungsreichtum einen ebenso hohen Stellenwert hat, ist unbestritten.
Das Verarbeitende Gewerbe ist wirtschaftlich das stärkste Standbein
des Märkischen Kreises. 57 Prozent aller sozialversicherungspflichtig
beschäftigten Arbeitnehmer sind in diesem Bereich tätig. Die
Industrie im Märkischen Kreis vollzieht zurzeit einen bemerkenswerten
Anpassungsprozess. Insbesondere die klein- und mittelständischen
Unternehmen beweisen durch die Entwicklung und Einführung neuer
Technologien sowie durch die Realisierung von Produktinnovationen ihre
nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Im Märkischen Kreis sind zahlreiche Automobilzulieferer ansässig, die sich mittlerweile zu Systemlieferanten entwickelt haben und für ihre Kunden Forschungs- und Entwicklungsaufträge übernehmen. Hochqualifizierte Ingenieure konzipieren und fertigen hier u.a. sensible Elektrosysteme für das Auto von morgen. Präzisionsgeschmiedete Bauteile aus Stahl, Aluminium, Nickel oder Titan, die Herstellernamen wie z.B. Otto Fuchs tragen, finden in Mountainbikes ebenso Verwendung wie in Jet-Fahrwerken oder ABS-Systemen. Ein Audi, BMW, Volvo oder Alfa Romeo ist erst dann komplett, wenn die von der Friedrich Linden GmbH hochglanzpolierten Markenembleme angebracht sind.
Über 50 Prozent aller deutschen Hersteller von Schrauben, Federn und Stanzteilen produzieren im Märkischen Kreis und machen ihn damit zu einem der bedeutendsten Zentren der Metallverarbeitung Europas. 361 Betriebe mit rund 36.600 Mitarbeitern in der Metallerzeugung bzw. -bearbeitung belegen eindrucksvoll diesen Status. 80 Prozent aller deutschen Drahtziehereien haben ihren Firmensitz im Märkischen Kreis. Die Produktpalette reicht vom einfachen Drahtstift bis hin zum haarfeinem Kupferdraht für die Weltraumforschung.
Ein weiteres starkes Standbein der Region ist die Kunststoffverarbeitung. Die Vielfalt und Innovationskraft der Branche ist beeindruckend. So konnte sich dieser Wirtschaftszweig nicht nur durch Spezialmaschinenbauer, wie z.B. die in Meinerzhagen ansässige Battenfeld GmbH einen weltweit hervorragenden Namen machen. Auch die Firmen Hugo Meding aus Halver für den Bereich der pharmazeutischen und kosmetischen Packmittel und Meise Medizintechnik für Blutplasma- und Transfusionssysteme sind ein Beleg für das dynamische Wachstum in dieser Branche.
Innovative Lichttechnik liefern weltweit und marktführend bekannte Unternehmen wie ERCO und Hoffmeister aus Lüdenscheid und BEGA Gantenbrink aus Menden. Wenn es zusätzlich um das Schalten und Leiten von Licht und Strom geht, so setzen märkische Unternehmen wie Busch-Jaeger, Gebrüder Berker und andere richtungsweisende Maßstäbe in Europa. Hochwertige Armaturen und Sanitärausstattungen aus dem nördlichen Märkischen Kreis sind hinsichtlich Technologie und Design international führend. Produziert werden diese beispielsweise von den Firmen Dornbracht, Grohe, KEUCO und Kludi.
Aber nicht nur in den klassischen Wirtschaftsbranchen findet man im Märkischen Kreis Unternehmen, die als "global player" agieren. Auch in eher "exotischen" Bereichen, wie z.B. der Spielzeugwarenherstellung ist der Kreis ein Begriff. So spielen beispielsweise seit Generationen kleine und große Kinder mit Produkten der Sieper Werke aus Lüdenscheid, den SIKU-Autos oder mit Gesellschaftsspielen der Jumbo Spiele aus Herscheid.
Im Märkischen Kreis sind zahlreiche Automobilzulieferer ansässig, die sich mittlerweile zu Systemlieferanten entwickelt haben und für ihre Kunden Forschungs- und Entwicklungsaufträge übernehmen. Hochqualifizierte Ingenieure konzipieren und fertigen hier u.a. sensible Elektrosysteme für das Auto von morgen. Präzisionsgeschmiedete Bauteile aus Stahl, Aluminium, Nickel oder Titan, die Herstellernamen wie z.B. Otto Fuchs tragen, finden in Mountainbikes ebenso Verwendung wie in Jet-Fahrwerken oder ABS-Systemen. Ein Audi, BMW, Volvo oder Alfa Romeo ist erst dann komplett, wenn die von der Friedrich Linden GmbH hochglanzpolierten Markenembleme angebracht sind.
Über 50 Prozent aller deutschen Hersteller von Schrauben, Federn und Stanzteilen produzieren im Märkischen Kreis und machen ihn damit zu einem der bedeutendsten Zentren der Metallverarbeitung Europas. 361 Betriebe mit rund 36.600 Mitarbeitern in der Metallerzeugung bzw. -bearbeitung belegen eindrucksvoll diesen Status. 80 Prozent aller deutschen Drahtziehereien haben ihren Firmensitz im Märkischen Kreis. Die Produktpalette reicht vom einfachen Drahtstift bis hin zum haarfeinem Kupferdraht für die Weltraumforschung.
Ein weiteres starkes Standbein der Region ist die Kunststoffverarbeitung. Die Vielfalt und Innovationskraft der Branche ist beeindruckend. So konnte sich dieser Wirtschaftszweig nicht nur durch Spezialmaschinenbauer, wie z.B. die in Meinerzhagen ansässige Battenfeld GmbH einen weltweit hervorragenden Namen machen. Auch die Firmen Hugo Meding aus Halver für den Bereich der pharmazeutischen und kosmetischen Packmittel und Meise Medizintechnik für Blutplasma- und Transfusionssysteme sind ein Beleg für das dynamische Wachstum in dieser Branche.
Innovative Lichttechnik liefern weltweit und marktführend bekannte Unternehmen wie ERCO und Hoffmeister aus Lüdenscheid und BEGA Gantenbrink aus Menden. Wenn es zusätzlich um das Schalten und Leiten von Licht und Strom geht, so setzen märkische Unternehmen wie Busch-Jaeger, Gebrüder Berker und andere richtungsweisende Maßstäbe in Europa. Hochwertige Armaturen und Sanitärausstattungen aus dem nördlichen Märkischen Kreis sind hinsichtlich Technologie und Design international führend. Produziert werden diese beispielsweise von den Firmen Dornbracht, Grohe, KEUCO und Kludi.
Aber nicht nur in den klassischen Wirtschaftsbranchen findet man im Märkischen Kreis Unternehmen, die als "global player" agieren. Auch in eher "exotischen" Bereichen, wie z.B. der Spielzeugwarenherstellung ist der Kreis ein Begriff. So spielen beispielsweise seit Generationen kleine und große Kinder mit Produkten der Sieper Werke aus Lüdenscheid, den SIKU-Autos oder mit Gesellschaftsspielen der Jumbo Spiele aus Herscheid.
Im Dienstleistungssektor im Märkischen Kreis ist in dieser Hinsicht
ebenfalls eine beachtliche dynamische Entwicklung festzustellen. Trotzdem
wird die Region bislang noch immer vielfach als traditioneller
Industriestandort eingestuft. Oftmals zu Unrecht. Viele Unternehmen im
Märkischen Kreis haben sich in den vergangenen Jahren vom
ausschließlich produzierenden Betrieb zum Dienstleister ent wickelt.
Sie bieten nicht "nur" Produkte, sondern um fassende funktionelle und
wirtschaftliche Problemlösungen an. Gerade der tertiäre Sektor
bietet Wirtschaftsregionen ein enormes Wachstumspotenzial. So liefern z.B.
die großen Wachstumsmärkte wie die Gesundheitswirtschaft,
Gebäudetechnik, der Bereich "Neue Medien und Informationstechnologien"
für viele kleine und mittelständische Unternehmen im
Märkischen Kreis vielfältige Möglichkeiten der
Diversifizierung und somit der Existenzfestigung.
Das es eine gut funktionierende Medienszene nicht nur in den Ballungsgebieten an Rhein und Ruhr geben kann, beweisen die zahlreichen klein- und mittelständisch ausgerichteten Unternehmen der IT-Branche. Zwischen Iserlohn und Meinerzhagen steht eine Vielzahl dieser oftmals jungen Firmen für innovatives Denken in technologieorientierten und zukunftsgerichteten Dienstleistungssegmenten. Einige Vertreter dieser "New Economy" haben sich in dem Verein "Neue Gilde" zusammen geschlossen. Internet-Provider, Web-Designer, Werbeagenturen, Software-Dienstleister und Druckhäuser haben sich gemeinsam zum Ziel gesetzt, die E-Business-Kompetenz in der Märkischen Region darzustellen und den Einsatz von Informationstechnologien (nicht nur) in der Wirtschaft zu fördern. Obwohl die Neue Gilde regional verankert ist, ist sie in ihrer Arbeit überregional tätig.
Das es eine gut funktionierende Medienszene nicht nur in den Ballungsgebieten an Rhein und Ruhr geben kann, beweisen die zahlreichen klein- und mittelständisch ausgerichteten Unternehmen der IT-Branche. Zwischen Iserlohn und Meinerzhagen steht eine Vielzahl dieser oftmals jungen Firmen für innovatives Denken in technologieorientierten und zukunftsgerichteten Dienstleistungssegmenten. Einige Vertreter dieser "New Economy" haben sich in dem Verein "Neue Gilde" zusammen geschlossen. Internet-Provider, Web-Designer, Werbeagenturen, Software-Dienstleister und Druckhäuser haben sich gemeinsam zum Ziel gesetzt, die E-Business-Kompetenz in der Märkischen Region darzustellen und den Einsatz von Informationstechnologien (nicht nur) in der Wirtschaft zu fördern. Obwohl die Neue Gilde regional verankert ist, ist sie in ihrer Arbeit überregional tätig.


